Wohnen First - Bezahlbarer Wohnraum als oberste Priorität

Wohnen zu können ist für uns das existenziellste Thema überhaupt. Die Frage „kann ich mir wohnen noch leisten“ darf in Augsburg 2026 nicht gestellt werden müssen.  Bezahlbares Wohnen ist nicht nur eine soziale Frage – es ist DIE Voraussetzung für eine funktionierende Stadt. Zu wenig Priorisierung, zu langsame Verfahren, überbordende und überkomplexe Vorschriften und zu langes Abwägen haben Wohnraum verknappt und verteuert. Wir sagen: Wohnen first! Dringend benötigten Wohnraum zu schaffen, muss über allem stehen. In möglichen Abwägungsprozessen müssen hierfür alle anderen Erwägungen zurück stehen. Wir wollen mehr Wohnraum schaffen, Umnutzungen leichter machen, schneller bauen, Flächen besser nutzen – pragmatisch, mutig, mit Fokus auf Bezahlbarkeit. Dafür haben wir zwei zentrale Ansätze gewählt, die pragmatisch, klar und stringente sind und schnell Wirkung entfalten. Diese haben wir als „Wohnen FIRST“ zusammengefasst. 

1. Der Augsburg-Standard

Baukosten senken, Verfahren vereinfachen, Bauen wieder ermöglichen

Bezahlbarer Wohnraum entsteht nur, wenn wieder deutlich mehr gebaut wird. Der Augsburg-Standard ist unser zentrales Instrument, um genau das zu erreichen. Wir führen einen einheitlichen, verbindlichen kommunalen Bau- und Qualitätsstandard ein, der Planung vereinfacht, Baukosten senkt und Genehmigungen beschleunigt.

Kernpunkte des Konzepts

  • Einführung eines verbindlichen kommunalen Mindeststandards für das Bauen in Augsburg
  • Prüfung aller städtischen Satzungen, Zusatzanforderungen und Auslegungen auf Notwendigkeit
  • Rückführung der Vorgaben auf das, was rechtlich zwingend und funktional sinnvoll ist
  • Abschaffung kostentreibender Sondervorgaben und Überregulierungen
  • Klare Leitplanken für Verwaltung, Eigentümer, Planer und Investoren
  • Mehr Planungssicherheit und schnellere Entscheidungen
  • Ergänzung durch einen kommunalen „Bauturbo“ mit beschleunigten Verfahren, Typengenehmigungen und klaren Zuständigkeiten

Das Ergebnis: Projekte kommen schneller in die Umsetzung, Baukosten sinken, und es entsteht wieder mehr Wohnraum, der auch tatsächlich bezahlbar ist.

2. Kommunales Leerstandskataster

Leerstand aktivieren, Umnutzungen ermöglichen, Potenziale nutzen

Bevor neue Flächen versiegelt werden, müssen vorhandene Räume konsequent genutzt werden. In Augsburg gibt es erhebliche ungenutzte Potenziale in leerstehenden Wohnungen, Büros, Gewerbe- und Ladenflächen. Diese wollen wir systematisch heben.

Dafür schaffen wir ein kommunales Leerstandskataster mit aktiver Rolle: nicht nur erfassen, sondern ermöglichen.

Kernpunkte des Konzepts

  • Systematische Erfassung von Leerständen im gesamten Stadtgebiet
  • Aktive Ansprache und Beratung von Eigentümerinnen und Eigentümern
  • Unterstützung bei Umnutzung, Umbau und Reaktivierung – von der Idee bis zur Genehmigung
  • Deutliche Beschleunigung von Umnutzungsverfahren
  • Abbau unnötiger Hürden, z. B. bei Stellplatzanforderungen, Grundrissen oder technischen Vorgaben im Bestand
  • Konsequente Nutzung rechtlicher Spielräume für pragmatische Lösungen
  • Ermöglichung von Wohnen auch dort, wo früher ausschließlich Gewerbe vorgesehen war

Wo heute Flächen leer stehen, sollen morgen Menschen wohnen können. Schnell, pragmatisch und ohne jahrelange Verfahren.

 

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